Herkunft und Aufbereitung
Die drei Gebiete werden auf trinkwasser.ch unter EW Aadorf separat geführt. Werte für das Berichtsjahr 2025, abgerufen im Oktober 2026.
| Angabe | Aawangen | Aadorf und Weiern | Häuslenen |
|---|---|---|---|
| Herkunft | 100 % Quellwasser | 15 % Quellwasser 85 % Grundwasser | 70 % Quellwasser 30 % zugekauft |
| Aufbereitung | keine aufgeführt | UV-Bestrahlung; Aktivkohlefilter für Grundwasser | UV-Bestrahlung des Quellwassers |
| Gesamthärte (Mittel) | 38,7 °fH | 40,8 °fH | 38,2 °fH |
| Nitrat (Mittel) | 10,7 mg/l | 17,6 mg/l | 17,65 mg/l |
| Chlorothalonil-Metabolit R471811 (Maximum) | 0,04 µg/l | 0,06 µg/l | 0,13 µg/l |
| E. coli und Enterokokken | nicht nachweisbar | nicht nachweisbar | nicht nachweisbar |
Alle drei Einträge melden die Einhaltung der mikrobiologischen und chemischen Anforderungen bei den untersuchten Proben. Die Anzahl Messungen unterscheidet sich; die Werte sind darum kein Qualitätsranking. Für Häuslenen beschreibt der Versorger eine erhöhte Chlorothalonil-Konzentration im Pumpwerk Moos und die Beimischung von Wasser aus Frauenfeld.
Pestizide im Aadorfer Grundwasser
Laut dem hydrogeologischen Bericht der Dr. von Moos AG vom 3. Februar 2022 (im Auftrag des EW Aadorf) wurden 2020 in den Grundwasserfassungen «Aatal» und «Auwiesen» folgende Werte gemessen:
- 0,12 µg/lChlorothalonil-Metabolit R471811 in der Fassung «Aatal» (Höchstwert 0,1 µg/l)
- 0,32 µg/lDesphenyl-Chloridazon (laut Bund nicht trinkwasserrelevant)
- > 0,5 µg/lSumme der Pestizide über dem Höchstwert von 0,5 µg/l
Zur Aufbereitung hält der Bericht fest: «Die Aktivkohlefiltration soll Pestizide und deren Rückstände zurückhalten.» Insgesamt beurteilt er die Wasserqualität als lebensmittelrechtlich unbedenklich. Die Werte für 2025 liegen tiefer.
Die Messwerte stammen vom Versorger bzw. aus Gutachten und geben einen Jahresstand wieder, keine Echtzeit-Auskunft. «Nicht nachweisbar» bedeutet nicht zwingend vollständige Abwesenheit. Diese Seite ersetzt keine amtliche Auskunft.
Warum uns das wichtig ist
Das Wasser von Aawangen stammt aus dem bewaldeten Schneitberg und fliesst im natürlichen Gefälle ins Reservoir und von dort ins Dorf. Es braucht weder Pumpen noch Aufbereitung. Eine solche natürliche Ressource verdient Wertschätzung – gerade nach dem trockensten Sommerhalbjahr seit Messbeginn 1864.
Quellen
- trinkwasser.ch – Aawangen 2025
- trinkwasser.ch – Aadorf und Weiern 2025
- trinkwasser.ch – Häuslenen 2025
- Hydrogeologischer Bericht Grundwasser Aadorf, Dr. von Moos AG, 3.2.2022 (S. 26–28)
- Trinkwasserqualität Zone Aadorf-Weiern 2019, EW Aadorf
- Nau.ch: So ernst ist die Wasserlage am Bodensee wirklich (16.10.2026)
